Materialien

Jedes Verpackungsmaterial hat eigene individuelle Eigenschaften und Vorteile – sei es Glas, Papier, Metall, gewebte Stoffe oder natürlich auch Plastikfolien.
Folien sind robust, preiswert und flexibel. Sie haben im Vergleich mit anderen Verpackungsmaterialien diverse Vorteile:

  • Sie schützen den Inhalt perfekt vor Verschmutzungen, Feuchtigkeit, Kontamination durch Viren und Bakterien, halten Lebensmittel länger frisch, etc. Dies alles trägt dazu bei, dass die verpackten Materialien länger und wirksamer geschützt sind als bei anderen Verpackungen. Was alles ebenfalls für Nachhaltigkeit sorgt, indem unter anderem zum Beispiel Foodwaste vermieden werden kann.
  • Sie sind ressourcenschonend, benötigen weniger Energie und Wasser bei der Produktion ebenso wie auch beim Recycling
  • Sie benötigen wenig Platz und somit auch weniger Energie beim Transport
  • Folien können bestens recycelt werden. Diejenigen Folien die beim Recycling aussortiert werden, landen in der thermischen Verwertung und dienen so der Gewinnung von Wärme und Energie.

LDPE (low-density polyethylene)

LDPE ist Polyethylen in niederer Dichte (englisch: low-density polyethylene), das mit einem Hochdruck-Verfahren hergestellt wird.

Polyethylen nimmt kaum Wasser an und es schwimmt auf Wasser. Die Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeit von polaren Gasen ist niedriger als bei den meisten Kunststoffen. Sauerstoff, Kohlendioxid und Aromastoffe lässt es hingegen gut durch.

Die Verwendbarkeit wird dadurch eingeschränkt, da es bei Temperaturen von über 80 °C erweicht (HDPE, niederkristalline Typen erweichen früher).

Um Polyethylen bedrucken oder kleben zu können, ist eine Vorbehandlung notwendig.

Durch Sonneneinstrahlung kann PE verspröden.

Eigenschaften
brennt gut, rückstandsfrei: CO2 + H2O als Verbrennungspunkte
PE ist beständig gegen fast alle polaren Lösungsmittel (T < 60 °C), Säuren, Laugen, Wasser, Alkohole, Öl, PE-HD und auch gegen Benzin

Herstellung
Polyethylen wird durch Polymerisation von Ethylen Gas hergestellt. Die technisch wichtigsten Verfahren zur Herstellung von Polyethylen sind das Hochdruckverfahren für PE-LD und das Niederdruckverfahren für PE-HD.

HDPE (high-density polyethylene)

HDPE ist Polyethylen hoher Dichte (englisch: high-density polyethylene). Das leichte, ungiftige Material ist gut recycelbar und dient zunehmend als Alternative für weniger umweltfreundliche Stoffe, wie z. B. PVC. Es ist etwas reissfester als LDPE und kann deshalb auch dünner extrudiert werden.

Optisch ist es milchiger und weniger transparent als LDPE.
MDPE ist die goldene Mitte zwischen HDPE und LDPE. Es ist reissfester als LDPE, aber etwas transparenter als HDPE.

Polypropylen (PP) ist ein teilkristalliner Thermoplast und gehört zu der Gruppe der Polyolefine. PP ist dem LDPE sehr ähnlich. Es ist ein Thermoplast mit hoher Stabilität und Chemikalienbeständigkeit. Allerdings ist es härter und wärmebeständiger. Polypropylen lässt sich dauerhaft zwischen 0 und 100° C verwenden. Es kann kurzfristig auf 140° C erhitzt werden. Unter 0° C wird es spröde.

Eigenschaften

  • sehr geringe Wasseraufnahme
  • sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit
  • hohe Gasdurchlässigkeit
  • schlechte Kältebeständigkeit der nicht gereckten Folie (sinkt die Temperatur auf unter 0° C, so wird das Material spröde)
  • hohe Abriebfestigkeit
  • sehr hohe Transparenz
  • besitzt ein geringes Eigengewicht als zum Beispiel PE
  • geruchlos und hautverträglich, für Anwendungen im Lebensmittelbereich und der Pharmazie ist es geeignet, es ist physiologisch unbedenklich
  • höhere Steifigkeit, Härte und Festigkeit als Polyethylen

Die Dichte von PP liegt zwischen 0,895 g/cm³ und 0,92 g/cm³. PP ist somit der Kunststoff mit der geringsten Dichte.

Herstellung
PP wird durch Polymerisation von Propen hergestellt.

Gleiche Eigenschaften wie “PP”, jedoch wird die Folie längs gereckt und wird dadurch optisch schöner, erhält eine sehr hohe Transparenz und eine höhere Steifigkeit.
Polypropylenfolien kann man durch das Verstrecken deutlich stabiler machen. Hierzu wird die extrudierte Folie über Walzen geführt, die in Maschinenrichtung an Geschwindigkeit zunehmen. Das führt zu einer Streckung des Kunststoffs in Längsrichtung. Um eine BOPP-Folie zu erhalten, wird danach auch noch in Querrichtung verstreckt.
Vorteile dieser Verarbeitung sind unter anderem die verringerte Wasserdampfdurchlässigkeit.
Die mechanische Festigkeit nimmt zu, d.h. die Folien dehnen sich weniger, die Optik (Transparenz) wird verbessert.
Nachteile sind u. a. die abnehmende Siegelfähigkeit und Bedruckbarkeit. Der Lichtschutz wird geringer und die Sauerstoffbarrierewirkung nimmt ab.

OPP-Folie mit Acryllackierung.

(auch bekannt unter dem Markennamen Cellophan)

Zellglas ist einer der ältesten Kunststoffe für Verpackungen, die direkt mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Es handelt sich um dünne, farblose und transparente Folie aus einem Celluloseregenerat mit dem charakteristischen “Cellophangriff” und Knistereffekt.

Zellglas ist ein Kunststoff, der voll aus nachwachsenden statt fossilen Rohstoffen hergestellt werden kann.

Zellglas ist undurchlässig für Flüssigkeiten, lässt jedoch Wasserdampf passieren. Dadurch verhindert eine entsprechende Verpackung, dass sich im Inneren Kondenswasser bildet. Um die Wasserdampfdurchlässigkeit des Zellglases zu senken, wird es nicht selten noch mit anderen Kunststoffen beschichtet. Zwar gewinnt damit die Zellglasfolie zusätzliche gewünschte Eigenschaften, verliert aber an Umweltverträglichkeit. Denn reines Zellglas kann man sowohl kompostieren, als auch zum Altpapier geben oder verbrennen. Die beschichtete Folie hingegen ist nicht mehr vollständig biologisch abbaubar und sollte auch nicht mehr im Altpapier entsorgt werden (z. B. Briefumschläge mit Fenstern).

Die Herstellungskosten von Zellglas sind relativ hoch und nur wenige Betriebe stellen es deshalb heute noch her. Die Folie kann bedruckt oder auch lackiert werden, sie lässt sich kleben jedoch nicht versiegeln (schweissen). Zudem sind die Mindestmengen sehr hoch, Spezialanfertigungen sind je nach Grösse und Ausführung ab ca. 30′-50’000 Stück möglich.

Herstellung
Chemiezellstoff wird aus der sogenannten Holzpulpe, einem Cellulosebrei, in Natronlauge und Schwefelkohlenstoff aufgelöst. Die dabei erhaltene dickflüssige Masse wird gereinigt und in ein Fällbad aus verdünnter Schwefelsäure gegossen, wobei die Cellulose ausfällt. Die entstandene Folie wird im weiteren Verlauf noch in mehreren Bädern gewässert, um Reste des im Fällbad gebildeten Natriumsulfats zu entfernen.

Am Ende durchläuft die Folie noch ein letztes Bad, dem Glycerin als Weichmacher zugegeben ist. Die Folie wird auf beheizten Walzen getrocknet und anschliessend aufgewickelt.

Ein Rohstoff gilt als nachhaltig, wenn er sich gleich schnell oder schneller ersetzt als er von Menschenhand abgebaut, verarbeitet und verbraucht werden kann.
Vergleich: Erdöl braucht über 1 Mio Jahre um sich zu erneuern, Pflanzen dagegen nur ein Jahr. Aus diesem Grund wären Pflanzen eine gute Alternative, z.B. im Bereich der Lebensmittelverpackung.

Parallel macht es Sinn, schon vorhandene Produkte zu recyceln und wieder zu verwenden, um generell Ressourcen zu schonen. Recyclingmaterial eignet sich sehr gut in allen Bereichen, die nicht mit Lebensmitteln oder Medizin zu tun haben.

Es wird weltweit fieberhaft nach Alternativen zum herkömmlichen, nicht abbaubaren Plastik gesucht. Und auch wir suchen laufend nach verschiedenen Varianten die alltagstauglich sind.

Folgendes können wir Ihnen anbieten:

1. B-Green = Bio-Beutel aus 100 % Zuckerrohr, lebensmittelecht
Dieses Material ist in Eigenschaften und Haptik sehr ähnlich wie LDPE, jedoch optisch noch etwas transparenter. Es ist ebenfalls lebensmittelecht und kann geschweisst werden. Es ist recyclingfähig, d.h. es kann mit dem normalen Plastikabfall recycelt werden.

2. MaBioPla-N (PLA*) = Beutel aus erneuerbaren Rohstoffen, lebensmittelecht
Dieses Material ist in Eigenschaften und Haptik sehr ähnlich wie PP/OPP. Es ist lebensmittelecht, bietet eine hohe Sauerstoffbarriere, gute Wasserdampfdurchlässigkeit (Schutz gegen Schimmel) sowie eine gute Barriere gegen Fett, Öl und Alkohol.

*Polylactic-Acid (Poly-Milchsäuren). Aus Milchsäuren wird Plastik hergestellt. Sie werden aus nachwachsenden und natürlichen Rohstoffen, z.B. aus Maisstärke gewonnen.
PLA ist biologisch abbaubar und hat eine Hitzebeständigkeit bis 40 °C.

3. Recyclat-Beutel = Beutel aus 100 % recycliertem Plastik
Beutel für den alltäglichen Gebrauch (nicht lebensmittelecht). Diese Beutel sind aus 100 % recycliertem Plastik (LDPE) hergestellt worden und sind somit ressourcenschonend. Sie sind nicht lebensmittelecht.

4. Regeneratbeutel = Beutel aus granuliertem Regenerat hergestellt
Die Beutel werden aus recycliertem, granuliertem Plastik hergestellt und sind aus diesem Grund nicht lebensmittelecht. Sie sind sehr robust und z.B. ideal als Containereinlagen oder ähnliches geeignet.

5. Papier = Beutel aus Kraftpapier, lebensmittelecht
Diese Beutel werden aus recycelbarem Kraftpapier hergestellt. Für die Herstellung werden erneuerbare Ressourcen genutzt.
Das Inlet der Papierbeutel ohne Fenster besteht aus Pergamentersatzpapier, einem kompostierbaren Material aus Zellulose.

6. Tragetaschen aus Papier
Die braunen Papiertragetaschen sind aus recyeltem Papier (Altpapier) hergestellt und somit absolut ressourcenschonend.

7. Netzbeutel aus Baumwolle
Der Netzbeutel bestehend aus 100 % Baumwolle verfügt über einen wiederverschliessbaren Kordelzug, ist waschbar bei 30 °C und lebensmittelecht. Seine Materialzusammensetzung macht ihn zu einer echt nachhaltigen Alternative.